Schlehenwein

 

Ein Klassiker unter den Wildfruchtweinen



Schlehe Die Früchte des häufig vorkommenden Schlehenstrauches eignen sich bestens für einen Wein. Sie haben genügend Säure, geben dem Wein eine hervorragende Farbe und der fertige Wein erinnert im Geschmack an einen guten Rotwein.
Meist wird ein süßer und alkoholreicher Dessertwein bevorzugt.

Bei der Herstellung sind einige Punkte zu beachten. Hierzu zählen die Ernte nach dem ersten Frost und die fachgerechte Schwefelung.

Die Ausrüstung



  • Weinballon 25 Liter,
    falls noch kein Gärbehälter vorhanden ist;
  • Kleiner Kellermeister
    unser Set mit allen benötigten Gärzusätzen inkl. Zubehör für den Ballon.
    Die beiliegende Milchsäure wird nicht benötigt. Die Zutaten können natürlich auch separat bestellt werden.
  • weiteres Zubehör oder Messgeräte

Der Weinansatz



Für 10 Liter Weinansatz benötigen Sie:


Die Schlehenfrüchte werden in der Regel nach dem ersten Frost geerntet.
Der Gehalt an Gerbsäure ist bei diesen überreifen Früchten um ca. 50% zurück gegangen auf unter 5 g/Liter.

Die Früchte werden gereinigt, zerdrückt und zerstampft. Eine Dampfentsaftung kommt nicht in Frage.

Der Zucker wird in dem heißen Wasser aufgelöst, anschließend abkühlen lassen und Hefenährsalz, Gärhefe und Anigel zugeben.
Den Fruchtbrei mit diesem Zuckerwasser gut mischen und in den Ballon füllen.
Sofort mit dem Gäraufsatz verschließen.

Das Gärbehältnis muss genügend groß sein, da die Maische sehr hoch steigt. Es sollen ca. 50% Gärraum frei bleiben.

Während der Gärzeit ist der Ballon täglich zu schwenken. Die Maischegärung dauert 2 bis 3 Wochen.

Nach Abschluss der Gärung wird die Maische abgepresst und die erhaltene Flüssigkeit wird abgemessen. Wird die Menge von 10 Litern nicht erreicht, ist diese mit Wasser zu ergänzen.
Hintergrund: Die Zuckerkonzentration darf ein Maximum von 125°Oe nicht übersteigen, da hierdurch die Gärung verlangsamt würde und der Wein später zu süß bleibt.

Nach dem Abpressen verläuft die Gärung langsamer. Der Alkoholgehalt sollte über 13%Vol. erreichen. Das sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zucker, Alkohol und Säure.

Der Abstich des Weines sollte erfolgen, wenn sich die groben Trubstoffe am Boden des Ballons abgesetzt haben.
Man gibt auf 10 Liter Wein 1 g Kaliumdisulfit. Dieser Zusatz verhindert ein Braunwerden der Rotfärbung.

Die Klärung



Wenn der Ansatz zu viel Gerbsäure enthielt, kann die Selbstklärung gestört sein.
Zur Ausfällung überschüssiger Gerbsäure kann man mit Gelatine behandeln.
Hier bietet sich eine Kombination von Antigel, Kieselsol und Gelatine an.
Entsprechende Hinweise finden Sie im Großen Kitzinger Weinbuch.

Nach etwa 2 bis 4 Wochen kann der Wein vom Trub getrennt werden.

Tipp: Durch Zugabe von Gewürzen wie z.B. Zimt und Nelken können interessante Geschmacksvarianten hervorgebracht werden.
Bevor man hier größere Ansätze aromatisiert, sollte man mit kleineren Mengen experimentieren.

Wein Wir wünschen gutes Gelingen

Ihr Team von sanavit.de


Quelle: Großes Kitzinger Weinbuch

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